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Thema: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

  1. #1
    Kastenwagen-Freund Avatar von chester
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    Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Ich weiss, das das Thema Batterie immer wieder ein Topp-Thema ist. Bei uns erst kürzlich wieder. Ich verfolge auch bei den Nachbarn gerade eine Diskussion um Ladebooster. Dort ist’s aber schon wieder so verwirrend und es fliegen „Spitzen“, statt aus dem Halbwisssen aller (meins eingeschlosssen!) Fakten herauszuarbeiten. Ich versuch das mal, recht einfach darzustellen:

    - Es gibt unterschiedliche Batterien: Blei/Säure, AGM, Gel.

    - Die Starterbatterie ist vom Hersteller vorgegeben verbaut:
    Gel findet man dort nicht. Aber Blei/Säure und AGM. Warum kein Gel? Weil Gel am anspruchvollsten ist, was die Ladung betrifft, siehe nächster Punkt. Gel mit Lichtmaschinen-Ladung: Passt selten!

    - Jeder Batterietyp braucht eine andere Ladecharakteristik:
    einen individuellen Ladestrom und eine individuelle Ladeschlussspannung, die auch noch je nach vorhandener Temperatur sehr, sehr unterschiedlich sind (bis 2 Volt Differenz!).

    - Eine Batterie wird erst zu 100 % voll, wenn sie nach Ladung und erreichen der Ladeschlussspannung noch eine Zeitspanne mit erhöhter Erhaltungsladungsspannung weiter geladen wird. Dieser Zeitraum liegt bei Blei-Säure nur bei 1-2 Stunden (passt bei unserer Fahrtdauer locker) und liegt bei AGM und Gel bis zu 8-12 Stunden (die muss man erst einmal fahren, Landstrom ist meist nötig).

    - Die Lichtmaschine ist mit all diesen Anforderungen überfordert.
    Sie lädt mit W-Kennlinie und verringert bei steigender Spannung (Volt) der Batterie (welche siehe nächster Punkt) den Strom (Ampere), um einer Überladung der Batterie vorzubeugen.

    - Die Lichtmaschine holt sich ihre Infos zum Ladezustand von der Starterbatterie. Diese ist meist schnell oder noch voll - die Bordbatterie aber leer nach kalter Nacht mit Fußball-WM-Fernsehabend und begleitend im Kompressor-Kühlschrank gekühlten Pilsken.

    -Die Lichtmaschine holt sich ihre Infos zur Temperatur (wenn überhaupt) von der Starterbatterie. Die ist oft kalt, die Bordbatterie vielleicht warm. Allein dadurch kann eine Batterie im Winter schon 20-25 % unter Maximum geladen werden.

    - Unterschiedliche Batterietypen "kann" die Lima nicht angepasst versorgen (z.B. 14,8 Volt für AGM und 14,4 Volt für Blei/Säure, 14,1 für Gel.

    -An der Stelle macht für mich ein ordentliches Ladesystem statt Simpel-Lichtmaschine Sinn, ob nun ein B2B_Ladebooster oder einfach ein hochwertiges 220V-Ladegerät (nicht unbedingt das im Elektroblock ohne Temperaturkompensation) am Landstrom, was regelmäßig mal angeschlossen wird. Für Freisteher fällt die 220V-Variante allerdings weg.

    Aber noch eine Anmerkung, bevor sich jetzt alle auf Ladebooster stürzen: Auch mit nichtoptimalem Ladeverhalten und Batterien, die z.B. nur zu 80 oder 90 % voll sind, kommen die meisten hier durch! Eventuell hält eine Bord-Batterie dann nur 4-6 Jahre, statt 10.. Brauch ich aber das letzte Quäntchen Strom kann ein Ladebooster die Lösung sein - im Optimalfall kombiniert mit einer Solaranlage.

    Chester

  2. #2
    Kastenwagen-Freund Avatar von camper2509
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    wird denn so ein ladebooster über 230V geschaltet oder könnte man diesen auch über die solar anschließen. ich habe noch einen direktanschluss an meinem solaregler frei und dachte ich könnte über diesen so ein ladebooster anschließen damit die starterbatterie immer frisch ist? lieg ich da etwa richtig oder sogar gant falsch? dirk und strom ist wie fluss ohne wasser, hi, hi, hi
    am liebsten:Tag und Nacht, Woche für Woche, Jahr für Jahr!

  3. #3
    Kastenwagen-Freund Avatar von chester
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Nein. Ladebooster hängen an der Lima (sog. A2B-Lader; Alternator to battery) oder zwischen Starter und Wohnraumbatterie (B2B).

    Chester

  4. #4
    Kastenwagen-Freund Avatar von gerald'56
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Hallo Dirk,

    eine Ladebooster (A2B-Lader) vereinfacht ausgedrückt, vereinigt eigentlich 2 Geräte in einem (So hat es mir ein Fachmann erklärt), einen Wechselrichter der die vorhandene Lichtmaschinenspannung (auf z.B. 16 V) anhebt und ein Ladegerät, welches aus dieser angehobenen Spannung dann einen Ladestrom für die Bordbatterien mit einer IUOU-Kennlinie erzeugt.

    Der Ladeboster ist also eigentlich ein Ladegerät mit IUOU-Kennlinie für 220 V, nur das es eben mit einer niedrigen Eingangsspannung arbeitet.

    Deshalb wäre es Unsinn einen Ladebooster in das 220 V Netz zu integrieren.
    Gruß Gerald

    Viele Grüße aus dem Muldentalkreis, denn es eigentlich nicht mehr gibt, aber das Kennzeichen ist noch dran...:
    und jetzt darf ich's auch behalten

  5. #5
    Kastenwagen-Freund Avatar von chester
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Hallo Dirk,

    Dein Problemlöser, weil Du ja nicht soooo oft frei stehst (oder?) ist ein vernünftiges 20 oder 30 Ampere - Ladegerät (IUoU-Kennlinie MIT Temperaturkompensation), das Du regelmäßig mal an Deine Bord-Gelbatterien hängst und mal an Deine Blei-Säure-Starterbatterie. Der Elektroblock kann keine Temperaturkompensation und der 2Ampere-Zusatz-Ausgang an die Starterbatterie reicht im strengen Winter nicht, eine schon vorgeschädigte Starterbatterie fit zu halten.

    Chester

  6. #6
    Kastenwagen-Freund Avatar von gerald'56
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Zitat Zitat von chester Beitrag anzeigen
    Aber noch eine Anmerkung, bevor sich jetzt alle auf Ladebooster stürzen: Auch mit nichtoptimalem Ladeverhalten und Batterien, die z.B. nur zu 80 oder 90 % voll sind, kommen die meisten hier durch! Eventuell hält eine Bord-Batterie dann nur 4-6 Jahre, statt 10.. Brauch ich aber das letzte Quäntchen Strom kann ein Ladebooster die Lösung sein - im Optimalfall kombiniert mit einer Solaranlage.

    Chester
    Genau.... ich würde es zuerst mit einem Batteriemonitor versuchen, und mit diesem aus meinem Nutzungsverhalten bedingter Entladung und Ladung der Bordbatterien Rückschlüsse zu ziehen ob ich so einen Ladebooster überhaupt brauche.
    Und die Kosten von ca. 200,00 € für so ein Teil halten sich ja meiner Meinung nach in Grenzen.....
    Gruß Gerald

    Viele Grüße aus dem Muldentalkreis, denn es eigentlich nicht mehr gibt, aber das Kennzeichen ist noch dran...:
    und jetzt darf ich's auch behalten

  7. #7
    Kastenwagen-Freund Avatar von chester
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Meine Meinung, Dirk: Spar Dir den Computer! Ein Batterieladegerät wie beschrieben braucht man immer - Du sowieso bei verschiedenen Fahrzeugen. Leg zu den 200-Computer-"Mäusen" noch einen Hunni drauf, und kauf Dir ein Votronic PB 1225/1230 oder was ähnliches.

    Chester

  8. #8
    Kastenwagen-Freund Avatar von camper2509
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    danke ihr lieben,
    wir stehen von sommer bis herbst immer ohne 220V stromanschluss weil wir ja die solarplatten (70Wp) auf dem dach haben. bis zum winter hab ich auch keine probleme mit dem anspringen meines kastens nur wenn es extrem kalt wird so wie in den letzten zwei tagen. da streikt mein kasten einfach und will nicht! der hängt im stehen immer an strom dran aber er steht auch jeden tag im freien draßen!
    am liebsten:Tag und Nacht, Woche für Woche, Jahr für Jahr!

  9. #9
    Kastenwagen-Freund Avatar von gerald'56
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Hallo Dirk,
    Na dann tippe ich mal auf eine defekte Starterbatterie..... wie alt ist die denn ?
    Gruß Gerald

    Viele Grüße aus dem Muldentalkreis, denn es eigentlich nicht mehr gibt, aber das Kennzeichen ist noch dran...:
    und jetzt darf ich's auch behalten

  10. #10
    Administratorin Avatar von fritzi
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Unser Motze motzt glücklicherweise noch nicht.

    Er ist jetzt fast 4 Jahre alt, steht bei Wind und Eiseskälte draußen.

    Er bekommt außer im Sommer mal auf einem Stellplatz nie Strom und springt immer brav an, wenn man ihn mal braucht, was selten ist.

    An eine Solaranlage haben wir auch schon gedacht, um die Batterien bei Standzeiten etwas zu füttern.
    Viele Grüße Friederike & Barney

  11. #11
    Kastenwagen-Freund Avatar von chester
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    Genau Friederike! Dann macht gleich Nägel mit Köpfen, die nicht viel kosten. Solarplatten sind günstig geworden. Dazu braucht man noch einen Solar-Laderegler. Der kostet auch so um die 100 Euro, wenn er taugt. Dann lieber gleich einen Ctek Ladebooster D 250 S (230 Euro), der auch Solar mit verarbeitet.

    Ladebooster bringen die ersten 80 % der Energie sehr schnell wieder in die Batterie. Um die Endladung (nicht Entladung, hihi) kümmert sich dann Solar. Eine Optimalkombi finde ich.

    Chester

  12. #12
    Kastenwagen-Freund Avatar von camper2509
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    AW: Batterieladung durch Lichtmaschine oder Ladebooster

    mein pössl jumper busi sprang auch immer super toll an bis vor zwei jahren da muckte er auf einmal! die straterbatterie ist erst eineinhalb jahre alt weil die erste sich schon verabschiedet hatte. also daran kann es sicherlich nicht liegen! das auto leihert aber schwer und kan nicht anspringen bei diesen sehr kalten temperaturen. um die 0° oder etwas tiefer noch geht ja auch alles? das hängt mir zu hoch!
    am liebsten:Tag und Nacht, Woche für Woche, Jahr für Jahr!

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