Freitag gegen Mittag, ein freies Wochenende liegt vor uns.
Da wir keine Lust auf Autobahn haben wählen wir die landschaftlich schöne Strecke
durch das Lahntal, über die Hunsrückhöhenstrasse und schrauben und dann hinunter ins Moseltal.
Dort versorgten wir erst einmal einen schönen trockenen Grauburgunder, einem Kilo Erdbeeren und ein paar anderen Leckereien.
Dann gondelten wir gemütlich entlang der Mosel bis Trier.
Dort schauten wir uns zuerst den Stellplatz und dann den Campingplatz an, beide gehören wohl einem Besitzer und liegen direkt nebeneinander.
Die Entscheidung für den Campingplatz fiel dann auf Grund der doch deutlich schöneren Stellplätze auf diesem und den großzügigeren Sanitäranlagen da wir nach einem "Walking-Marsch" bei den aktuellen Temperaturen auf eine ausgiebige Dusche Wert legen.
Nach dem Einchecken wird unser Vertrauen in die Ordnung auf deutschen Campingplätzen erst weinmal erschüttert, wir konnten nicht auf die zugewiesene Parzelle da ein großvolumiges Rentnermobil diese blockierte. Wohl weil ein größerer Baum seinen Sat-Empfang gestört hatte war dieser ohne Nachricht an die Rezeption umgezogen.
Im Laufe der Tage wurde das Vertrauen aber bedingungslos wieder hergestelt, die Santäranlagen wurden täglich derart ausgiebig und penibel gereinigt dass diese fast 2 Stunden geschlossen waren.
Der neu zugewiesene Platz war dann aber deutlich größer und lag an der "Wasserseite" des Platzes, nicht unbedingt ein Nachteil da man durch die Lücken im Randegstrüpp die Schiffe auf der Mosel beobachten konnte.
Schnell war das Sonnensegel aufgebaut und die Tische und Stühle plaziert. Danach gingen wir erst einmal zum gemütlichen Teil des Tages über.
Abends gab es dann Leckereien vom Grill und guten Grauburgunder.
Dabei gab eine Amsel eine nette Showeinlage, sie drehte sehenswerte Kapriolen neben unserem Sitzplatz um Mücken und Motten zu fangen, diese wanderten dann postwendend in den Schnabel eines Jungtiers welches halb versteckt in einem kleinen Brennesselbusch saß.
Essen mit Natur-Variete.
Später wurden wir regelrecht von Glühwürmchen umflattert, es waren so viele dass man fast auf die Laterne verzichten konnte.
Eines landete sogar am Pulli-Ärmel meiner Frau.
Tagsüber war die Strasse auf der gegenüberliegenden Moselseite recht deutlich zu hören, abends sank der Geräuschpegel stark.
Der Schlaf im Kasten wurde trotz offener Fenster und Dachluken nicht gestört.
Am Samstag morgen begrüßte uns wieder strahlender Sonnenschein.
Zuerst stärkten wir uns ausgiebig mit den bei der Rezeption georderten Brötchen,dann wurde in die Laufklamotten gestiegen und der Moseluferweg erkundet.
2,5 Std später stand dann erst einmal eine ausgiebige Dusche und das Auffüllen der Flüssigkeitsreserven an.
Nach etwas Faulenzen in der Sonne ging es am Abend per Pedes in die Trierer Innenstadt, dort fand das jährliche Altstadtfest statt.
Etwas an der Mosel entlang und dann über die Römerbrücke und schon war man fast mitten im Geschehen.
Mehrere Live-Acts auf großen und kleinen Bühnen sorgten für Unterhaltung und endlos viele Buden sorgten für das leibliche Wohl.
Beeindruckend war die Bühne von SWR3 direkt vor der Porta Nigra, die SWR3-Band unterhielt die Massen vor historischem Hintergrund mit vielen bekannten Oldies.
So wurde es deutlich nach Mitternach bis wir wieder in unserem Kasten zur Ruhe gingen.
Am Sonntag gab es erst wieder bei herrlichen Temperaturen ein ausgiebiges Frühstück und dann wurde Sonnensegel, Tische und Stühle wieder in den Kasten verfrachtet.
Ein kurzer Abstecher nach Luxemburg sorgte noch für einen günstig gefüllten Tank und dann ging es via A1 und A48 wieder Richtung Heimat.
Wohl wegen des anstehenden Fußballspiels waren die Autobahnen nahezu leer und wir gelangten Staufrei nachause.
Alles in allem ein gelungenes Wochenende, das Wetter spielte mit, der CP war in Ordnung und wir haben uns prima erholt und hatten Spass.
Tier ist in jedem Fall einen Kurztrip wert.
Infos zum Camping und Stellplatz
Gruß Tom
P.S. Mit Bildern kann ich leider diesmal nicht dienen. Der alte Murphy hat zugeschlagen und die Digicam ruhte über das Wochenende bequem im Wohnzimmerschrank statt ihre Dieste zu verrichten.![]()





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